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Baustellenradio Lärmbelästigung

Baustellenradio LärmbelästigungMusik auf der Baustelle ist etwas Tolles. Sie sorgt für ein wenig Entspannung und Spaß bei der Arbeit. Zudem bringen die Nachrichten Neuigkeiten aus aller Welt mit sich und informieren über aktuelle Sport-Spielstände.

Dennoch ist das Baustellenradio nicht nur Freund, sondern auch Feind. Von wem? Von der umliegend wohnenden Bevölkerung. Gerade dann, wenn sich die Baustelle mitten in einem Wohn- oder Gartengebiet befindet, ist nicht nur der Baulärm Ärgernis der Anwohner, sondern oftmals auch das von den Arbeitern exzessiv genutzte Baustellenradio.

Baustellenradio als Lärmbelästigung – Die Gesetzgebung

Grundsätzlich wird jede Lärmbelästigung danach bemessen, ob sie vermeidbar wäre. So ist es auf der Baustelle durchaus zumutbar, die Radiolautstärke zu reduzieren. Der Unterschied zwischen normalen Baulärm und der Lärmbelästigung durch ein Baustellenradio lässt sich dementsprechend leicht erkennen. Baulärm kann in einem gewissen Rahmen einfach nicht vermieden werden. Das Baustellenradio besitzt hingegen einen Knopf, zum leiser drehen.

Aus der Sicht des Gesetzgebers ist der Lärm durch das Baustellenradio nicht zumutbar. Es könnte im Fall einer Beschwerde von Anwohnern also ein Unterlassungsanspruch gem. § 1004 BGB geltend gemacht werden.

Kooperation ist angebracht

Es mag sicherlich für jeden nachvollziehbar sein, dass ein wenig Musik auf der Baustelle gut tut und nach den Geräuschen von Bohrmaschine, Betonmischer und Co eine echte Erholung ist. Dennoch sollte auch an die Bevölkerung in den umliegenden Häusern gedacht und vielleicht ab und an die Musik leiser gedreht werden.

Krasse Auseinandersetzungen führen grundsätzlich zu nichts und erschweren allen Beteiligten nur den Tag. Wobei es wahrscheinlich auch auf die Art der Musik ankommt. Wird ruhige erholsame Musik gewählt, so wird sie in etwas lauterem Ausmaß wohl auch keinen Nachbarn stören. Bei fetten Beats mit viel Bass reichen hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit schon leise Klänge, um die Anwohner zu reizen und zu einer Beschwerde zu animieren.

Es ist grundsätzlich empfehlenswert, wenigstens die Ruhezeiten einzuhalten und zu hohe Lautstärken zu vermeiden.

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